Allein reisen heißt nicht, einsam zu sein

Wenn ich erzähle, dass ich alleine verreise, höre ich oft denselben Satz:

„Das könnte ich nicht. Das wäre mir viel zu einsam.“

Ich habe früher genauso gedacht.

Vor meiner ersten Solo-Reise hatte ich Angst, mich alleine zu fühlen.

Heute weiß ich: Allein sein und einsam sein sind zwei völlig verschiedene Dinge.

Wenn ich alleine reise, kann ich meinen Tag genau so gestalten, wie ich es möchte.

Ich bleibe länger an einem Ort, wenn er mir gefällt.

Ich esse dann, wenn ich Hunger habe.

Ich stehe früh auf oder schlafe aus – ganz ohne Kompromisse.

Und das Schönste?

Gerade weil ich alleine unterwegs bin, komme ich viel leichter mit anderen Menschen ins Gespräch.

Mit der Kellnerin, die mir einen Geheimtipp gibt.

Mit der älteren Dame auf der Parkbank.

Mit anderen Reisenden, die ebenfalls allein unterwegs sind.

Diese Begegnungen wären mir wahrscheinlich entgangen, wenn ich mit einer Reisegruppe oder Freunden unterwegs gewesen wäre.

Natürlich gibt es auch ruhige Momente.

Aber sie fühlen sich nicht einsam an.

Sie fühlen sich nach Freiheit an.

Falls du Angst hast, alleine zu verreisen, möchte ich dir eines mitgeben:

Du musst dich nicht einsam fühlen, nur weil du alleine unterwegs bist.

Manchmal lernst du gerade dann die wichtigste Person besser kennen:

Dich selbst.

❤️ Claudia


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